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Sturzerkennung beim HausNotruf:
Automatisch Hilfe rufen

Wenn ein Sturz passiert und Sie den Knopf nicht mehr drücken können – genau dann zählt die automatische Sturzerkennung. Wir erklären, wie sie funktioniert und für wen sie besonders wichtig ist.

Sturzerkennung beim HausNotruf:
Automatisch Hilfe rufen
08. 06. 2026 Aktualisiert am 10.09.2026 7 Min. Lesezeit Von Markus Brandt, HausNotruf-Techniker

Was ist Sturzerkennung?

Ein normaler HausNotruf ist reaktiv – Sie drücken den Knopf, dann kommt Hilfe. Das setzt voraus, dass Sie nach einem Sturz noch handlungsfähig sind. Ein Sturzsensor geht einen Schritt weiter: Er erkennt einen Sturz automatisch und löst den Notruf selbstständig aus – auch wenn Sie bewusstlos oder schwer verletzt sind.

✓ Das Wichtigste

Ein Sturzsensor gibt Hilfe auch dann, wenn Sie den Knopf nicht mehr drücken können. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber einem normalen Sender.

Wie funktioniert der Sturzsensor?

Der Sturzsensor kombiniert mehrere Messtechnologien:

  • Beschleunigungssensor – Erkennt plötzliche Bewegungen (Fallen, Aufprall)
  • Lage-Sensor – Erkennt, dass die Person auf dem Boden liegt
  • Ruhephasenerkennung – Registriert, dass nach dem Sturz keine Bewegung mehr erfolgt
1

Sturz erkannt

Sensoren registrieren den typischen Bewegungsablauf eines Sturzes.

2

Wartezeit (10–30 Sek.)

Kurze Wartezeit, damit Fehlalarme (schnelles Hinsetzen, Liegenlassen des Sensors) vermieden werden.

3

Abbruchmöglichkeit

Ein Signal ertönt – wer fit ist, kann durch Bewegung oder Knopfdruck den Alarm abbrechen.

4

Automatischer Notruf

Bei keiner Reaktion wird automatisch die Notrufzentrale alarmiert.

Wann löst er aus – und wann nicht?

SituationSturzsensor
Sturz + keine Reaktion✓ Notruf ausgelöst
Sturz + Bewegung nach 20 Sek.Kein Alarm
Schnelles Hinsetzen oder LiegenKein Alarm (Lagesensor)
Sensor auf Tisch gelegtKein Alarm
Bewusstloser Sturz✓ Notruf ausgelöst
⚠ Wichtig: Kein 100%iger Schutz

Kein Sturzsensor erkennt 100 % aller Stürze. Sehr langsame Stürze (Gleiten) werden seltener erkannt. Zusätzlich ist immer ein manueller Notrufknopf vorhanden.

Für wen ist Sturzerkennung besonders wichtig?

  • Personen mit erhöhtem Sturzrisiko (Osteoporose, Schwindel, Gangprobleme)
  • Alleinlebende Senioren, die nachts niemanden in der Nähe haben
  • Personen nach Schlaganfall oder anderen neurologischen Erkrankungen
  • Menschen, die Medikamente nehmen, die Schwindel verursachen können

Der BeWo Sturzsensor "Vibby"

BeWo bietet den Sturzsensor Vibby an – ein leichtes Armband oder Anhänger, der unauffällig getragen wird und bei erkanntem Sturz automatisch die BeWo-Notrufzentrale alarmiert.

  • Leicht und unauffällig – wie eine normale Uhr
  • IP67 wasserdicht – unter der Dusche sicher
  • Kombinierbar mit dem stationären Basisgerät
  • Als Zusatz zum stationären HausNotruf (Basis- und Standard-Tarif) zubuchbar

Welche Hausnotrufsysteme bieten eine automatische Sturzerkennung?

Bei BeWo Telehealthcare lässt sich jedes Hausnotrufsystem mit automatischer Sturzerkennung ausstatten: Der Sturzsensor Vibby wird einfach als Zusatz zum gewählten Tarif gebucht – egal, ob Sie sich für den Basis- oder den Standard-Tarif entschieden haben. Für unterwegs bietet der Mobil-Tarif mit der Notruf-Smartwatch eine optionale automatische Sturzerkennung.

TarifPreis/MonatSturzerkennung
Basis27 €Sturzsensor Vibby als Zusatz zubuchbar
Mobil35 €Optionale automatische Sturzerkennung – auch unterwegs
Standard52 €Sturzsensor Vibby als Zusatz zubuchbar

Der Vibby arbeitet mit dem stationären HausNotruf-Gerät zusammen. Das Gerät ist per Funk in der Wohnung erreichbar und hat eine Freisprechfunktion sowie eine eingebaute SIM-Karte – ein Festnetzanschluss ist nicht nötig, bei Stromausfall überbrückt ein Akku.

Wie zuverlässig ist die automatische Sturzerkennung?

Die automatische Sturzerkennung erkennt typische Sturzmuster zuverlässig: einen plötzlichen Fall, den Aufprall und die anschließende Ruhephase am Boden. Genau diese Kombination werten die Sensoren aus, bevor der Alarm ausgelöst wird.

Ehrlich gesagt werden muss aber auch: Kein technisches System erkennt jeden Sturz. Ein sehr langsames Herabgleiten – etwa vom Stuhl oder an einer Wand entlang – erzeugt kaum Beschleunigung und kann deshalb unerkannt bleiben. Aus diesem Grund bleibt der manuelle Notrufknopf immer Teil des Systems: Sturzerkennung ist eine zusätzliche Sicherheitsebene, kein Ersatz für den Knopf.

Und wenn der Sensor einmal auslöst, obwohl nichts passiert ist? Dann ist das kein Problem: Die Notrufzentrale meldet sich über die Freisprechfunktion und fragt nach, ob alles in Ordnung ist. Sie sagen kurz Bescheid – und der Einsatz wird beendet. Es entstehen keine Kosten und keine Konsequenzen.

✓ Fehlalarm? Kein Grund zur Sorge

Lieber einmal zu viel ausgelöst als einmal zu wenig: Bei jedem Alarm fragt zuerst ein Mensch aus der Notrufzentrale nach. Niemand schickt sofort den Rettungswagen, wenn Sie sagen, dass alles in Ordnung ist.

Wichtig für die Zuverlässigkeit ist auch das Tragen selbst: Der Sensor kann nur schützen, wenn er am Körper ist. Da der Vibby wasserdicht (IP67) und leicht ist, tragen Sie ihn auch unter der Dusche und nachts – gerade dort passieren viele Stürze.

Was passiert nach einem erkannten Sturz?

Nach einem erkannten Sturz läuft immer derselbe verlässliche Ablauf an – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr:

  • Alarm ohne Knopfdruck – der Sturzsensor erkennt den Sturz und löst selbstständig Alarm aus, ohne dass Sie etwas tun müssen.
  • Die Notrufzentrale meldet sich – Ein Mitarbeiter spricht Sie über die Freisprechfunktion des HausNotruf-Geräts an und klärt die Situation – auch, wenn Sie am Boden liegen und das Gerät nicht erreichen.
  • Passende Hilfe wird organisiert – Je nach Situation verständigt die Zentrale Ihre Bezugspersonen – etwa Angehörige oder Nachbarn –, einen Pflegedienst oder direkt den Rettungsdienst. Ihre hinterlegten Angaben helfen dabei, schnell und richtig zu reagieren.
  • Keine Antwort? Dann kommt Hilfe – Können Sie sich nicht melden, wird nicht abgewartet – die Zentrale schickt Hilfe zu Ihnen nach Hause.

Damit Helfer im Ernstfall in die Wohnung kommen, ohne dass die Tür aufgebrochen werden muss, ist im Standard-Tarif die gesicherte Schlüsselhinterlegung enthalten: Ihr Wohnungsschlüssel liegt in einem gesicherten Schlüsselkasten bereit.

Sturzerkennung bei Demenz oder nach Schlaganfall

Es gibt Situationen, in denen der Notrufknopf allein an seine Grenzen kommt – und genau dann spielt die automatische Sturzerkennung ihre Stärke aus.

Bei Demenz kann es passieren, dass der Knopf im Ernstfall vergessen wird oder die Situation nicht mehr richtig eingeordnet werden kann. Ein Sturzsensor löst den Alarm auch dann aus, wenn die gestürzte Person nicht mehr daran denkt, Hilfe zu rufen. Gleichzeitig gilt: Ein HausNotruf ist bei Demenz nicht in jeder Phase die richtige Lösung. Wann er hilft und wo seine Grenzen liegen, lesen Sie in unserem Ratgeber HausNotruf bei Demenz: sinnvoll oder nicht?

Nach einem Schlaganfall ist das Sturzrisiko häufig erhöht – etwa durch Gleichgewichtsstörungen oder eine Halbseitenlähmung. Kommt es zum Sturz, kann es schwerfallen, den Knopf gezielt zu drücken. Auch hier sorgt die automatische Auslösung dafür, dass Hilfe kommt, ohne dass Sie selbst aktiv werden müssen.

Besprechen Sie im Zweifel mit Angehörigen, dem Hausarzt oder unserem Team, welche Ausstattung zu Ihrer Situation passt.

Was kostet ein Hausnotruf mit Sturzerkennung?

Die Grundlage bilden die drei BeWo-Tarife: Basis für 27 €, Mobil für 35 € und Standard für 52 € im Monat. Der Sturzsensor Vibby wird als Zusatzleistung zum gewählten Tarif gebucht – die genauen Konditionen nennt Ihnen unser Team unter 0800 3898500. Beim Mobil-Tarif ist die automatische Sturzerkennung als Option der Notruf-Smartwatch verfügbar.

Gut zu wissen: Ab Pflegegrad 1 übernimmt die Pflegekasse nach § 78 Abs. 1 SGB XI bis zu 27 € im Monat für den HausNotruf. Der Basis-Tarif kann damit vollständig abgedeckt sein. Den Antrag können Sie vor Vertragsschluss direkt über BeWo stellen – wir bereiten alles für Sie vor. Die Lieferung ist versandkostenfrei, die Mindestlaufzeit beträgt 3 Monate, danach ist der Vertrag mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende kündbar.

Alle Tarife, Beispielrechnungen mit Pflegegrad und die einmaligen Kosten finden Sie in unserem Ratgeber Was kostet ein HausNotruf? – und alles zur Kostenübernahme im Ratgeber HausNotruf und Pflegekasse.

Häufige Fragen zur automatischen Sturzerkennung

  • Der Sensor erkennt typische Sturzmuster – plötzlicher Fall, Aufprall, anschließende Ruhe – und löst dann selbstständig Alarm aus. Sehr langsames Herabgleiten kann unerkannt bleiben. Deshalb bleibt der manuelle Notrufknopf immer zusätzlich verfügbar.

  • Nichts Schlimmes: Die Notrufzentrale meldet sich über die Freisprechfunktion und fragt nach. Sie sagen kurz, dass alles in Ordnung ist – der Einsatz wird beendet. Es entstehen keine Kosten und keine Konsequenzen.

  • Der Sturzsensor Vibby ergänzt den stationären HausNotruf: Er ist zum Basis-Tarif (27 €/Monat) und zum Standard-Tarif (52 €/Monat) zubuchbar. Im Mobil-Tarif (35 €/Monat) übernimmt auf Wunsch die Notruf-Smartwatch die automatische Sturzerkennung für unterwegs.

  • Nein – im Gegenteil: Gerade im Bad ist das Sturzrisiko hoch. Der Vibby ist nach IP67 wasserdicht und kann als Armband oder Anhänger auch unter der Dusche und nachts getragen werden.

  • Ab Pflegegrad 1 übernimmt die Pflegekasse nach § 78 Abs. 1 SGB XI bis zu 27 € im Monat für den HausNotruf – der Basis-Tarif kann damit vollständig abgedeckt sein. Der Antrag muss vor Vertragsschluss gestellt werden; BeWo bereitet ihn für Sie vor.

Sturzsensor anfragen

Wir beraten Sie kostenlos, ob ein Sturzsensor für Ihre Situation sinnvoll ist.

0421 3898500

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